Bukarest – Paris des Ostens

… wir trinken Cappucino in romantischen Kaffees und treffen den Elvis von Bukarest

Bukarest ist heiß im Sommer und kalt im Winter. Sehr heiß und sehr kalt. Über 40 Grad im Schatten im Sommer über 20 Grad minus im Winter. Nach der Landung geht es im Taxi vom Flughafen Otopeni ins Zentrum. Der Flughafen war aufwändig modernisiert worden. Früher gab es hier noch einen zweiten Flughafen genannt „Baneasa“. Das Taxi kämpfte sich meterweise ab dem Arc de Triumph vorwärts. Bis hierhin ging die Fahrt gut voran. Eine Mischung aus 60 bis 80 km/h bis in die Stadt. Wildes Überholen. Rechts vorbei. Links vorbei. Aber jetzt stand der Verkehr. Hupen. Wilde Gebärden. Busse. Unzählige Autos. Am Straßenrand wechselten sich teilweise sehr schöne alte restaurierte Gebäude mit teilweise sehr schönen alten heruntergekommenen Gebäuden ab. Es gab unzählige Museen und Kirchen.

Ein bisschen erinnert die Stadt an Paris mit ihren vielen schönen und historischen Gebäuden. In der neu restaurierten Altstadt gibt es einige nostalgische Plätze und viele romantische Cafes und kleine Läden. Kunstläden, Antiquitätenläden, Bücherläden und vielerlei mehr. Aber leider gibt es in den verschiedenen Stadtbezirken auch viele Wohnblocks wie damals in der DDR. Sector 5 im Süden der Stadt gehörte den Zigeunern. Ein Stadtteil der teilweise keine Wasser- und Stromversorgung hat. Die ganze Zeit überlegt der Besucher, ob Bukarest schön ist oder nicht. Im Minutentakt kann man hier seine Meinung über die Schönheit der Stadt ändern. Die Verkehrskreisel sind nicht zu verstehen. Vier bis sechs Spuren bewegen sich von fünf Seiten auf einen Verkehrskreisel zu. Die Spuren enden im nichts. Es ist unmöglich einer Spur zu folgen. Wobei die meisten Fahrer hier sich ohnehin nicht an Spuren halten. Hupen. 20 Sekunden Shock-Zustand und man hat den Kreisel hinter sich. Unfallfrei, wenn man Glück hat. Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde im Berufsverkehr. Die Strecke bis in das Zentrum von Bukarest sind 15 Kilometer. Aber der eigentliche Stress kommt noch. Streit mit dem Taxifahrer, der mal wieder den Fahrgast abzocken will. Dann ist man im Zentrum von Bukarest. Eine Stadt voller Leben. Touristen machen Fotos. Bettler sitzen am Straßenrand und segnen die Passanten. Kinder tragen kleine Lämmer herum um damit nach Geld zu fragen. Business-Leute laufen schnellen Schrittes durch die Menge. Mehrere Shopping Center versorgen Einheimische und Touristen mit allem was gewünscht wird. Nachts unterhalten eine Vielzahl von Clubs und Musikkneipen die verschiedenen Menschen. Bukarest ist sehr international. Überall werden verschiedene Sprachen gesprochen. Wir gehen in ein Kaffee am Rande der Altstadt in das „Milano“. Ein italienisches Kaffee mit hervorragendem Cappucino, Danach gehen wir über die Piata Unirii in die Altstadt.

Dabei treffen wir den Elvis von Bukarest. Es ist ein Zigeuner, der sich an den Rand des Shopping Centers gestellt hat und ganz allein Elvis Presley Lieder singt. Bukarest ist voll von Lebenskünstlern, Schriftstellern und Träumern.

Von Bukarest aus ist eine Rundreise durch Transsilvanien über Sibiu (Hermannstadt), Sigishoara (Schässburg) und Brasov (Kronstadt) Pflicht. Es sind die alten deutschen Gebiete in den Bergen der Karpaten. Überall wird Deutsch als zweite Landessprache gesprochen. Wer Glück hat kann auf einer Wanderung in den Bergen einen von ca. 1.200 Braunbären in freier Wildbahn treffen. Trinken kann der Wanderer an reinen Naturquellen. Die zweite Route führt ins Donaudelta. Einem der letzten Naturwunder der Erde. Ein gigantisch großes Gebiet voller Flussarme mit tausenden von Wasservögeln und Fischen. Frei von Autos. Mit wilden Pferden an den Stränden südlich von Tulcea. Die dritte Tour führt von Bukarest über Constanta nach Vama Veche einem kleinen Dorf kurz vor der bulgarischen Grenze. Ein alternatives Partydorf am Schwarzen Meer. Ein MUSS für alle, die die Freiheit lieben im Sommer. Rumänien ist wild und wunderschön. Entgegen allen deutschen Vorurteilen ist Rumänien ein sehr friedliches und sicheres Land mit unglaublich schönen Landschaften und sehr freundlichen hilfsbereiten Menschen. Komm nach Rumänien und lass Dich überraschen wie toll dieses Land ist.

 

Redakteur