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Der neue Peupel

… Peugeot kauft Opel. Eine gute Sache. Damit der Opel schneller als 40 km/h fährt.

Frankreich – Deutschland und ein bisschen USA – Peugeot kauft Opel. Eine gute Nachricht. Opel macht seit 18 Jahren nur Verluste. Wie lange soll das noch so weitergehen. Seit einer Woche wird von allen Zeitungen über Gespräche zwischen der GM Chefin Mary Barra (55) und Peugeot Chef Carlos Tavares (58) berichtet. Danach möchte der französische Automobilkonzern PSA Peugeot Citroen die Rüsselsheimer Autofabrik Opel von ihrem US-Mutterkonzern Generel Motors übernehmen. Unisono wird in der deutschen Medienlandschaft der Sorge das Wort geredet, dass es mit Opel bergab geht und Standorte geschlossen werden müssen. Die Welt am Sonntag sieht in ihrer Ausgabe (19.02.2017) 6250 Jobs in Gefahr. Nur … wovon reden wir … schlimmer kann es doch kaum werden. Seit fast zwei Jahrzehnten macht Opel nur Verluste. Es kann nur besser werden. Peugot und Opel haben in Europa die Chance an verschiedenen Stellen ihre Kosten zu senken. Auch können sie weitere Modelle vereinheitlichen. Darüber hinaus kann Opel endlich von seiner Marktbeschränkung befreit werden. Bisher durfte Opel nur in Europa verkaufen. Im Rest der Welt hat GM Autos verkauft. Jetzt kann Opel vielleicht endlich in der ganzen Welt Fahrzeuge anbieten. Der Zusammenschluss scheint mehr Chance als Bedrohung zu sein. Nicht zu unrecht betonen Teile der Politik die Vorteile, die sich aus einer Trennung von GM ergeben können.

Wenn die Vereinigung vielleicht die Schließung eines der Opel-Werke in Deutschland bedeutet, ist dies traurig. Aber es ist immer noch besser, wenn es am Ende eine „Auch-Deutsche-Automarke“ gibt, die lukrativ ist, als ein krankes Opel-Gebilde wie in den letzten 20 Jahren. Zudem scheint ein Zusammenschluss unter Peugeot eher auf Augenhöhe stattzufinden als unter den Amerikanern. In der Opel Vergangenheit wurde der Vorstand von Opel mindestens einmal im Jahr von der GM Führung gedemütigt und vorgeführt.

Opel ist ein Name der keine Demütigung braucht. Opel steht für deutsche Industrie- und Automobilgeschichte. Adam Opel hat 1862 mit der Herstellung von Nähmaschinen angefangen. Die Opel-Nähmaschine. Erst seine Kinder brachten ihn auf die Idee seit 1886 Opel-Fahrräder zu produzieren. 1920 war Opel der größte Fahrradhersteller der Welt. Parallel hat seine Ehefrau Sophie Opel 1898 – drei Jahre nach dem Tod von Adam Opel – mit dem Automobilbau begonnen. Der Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ wurde im Stammwerk in Rüsselsheim produziert.

Bei wikipedia heißt es: „Opel produzierte von Anfang an verschiedene Karosserie- und Motorvarianten, unter anderem auch einen Lieferwagen. Die Motorisierung erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Allerdings konnten sie nicht mit den damals hoch entwickelten französischen Motorwagen konkurrieren, und so wurde die Automobilproduktion vorerst eingestellt.“

So bleibt zu hoffen, dass sich dieser Teil der deutsch-französischen Geschichte nicht wiederholt und Opel weiter Autos baut. Aber die Sorge erscheint unbegründet:

Opel baut gute Autos. Wenn Opel etwas kostengünstiger baut und sich wieder auf deutsche Werte besinnt, kann die Marke Opel wieder ein Auto werden, welches sich mit Stolz hinter VW einreihen kann. Opel war und ist ein Stück deutsche Automobilgeschichte. Auch fährt der Opel heute etwas schneller als 40 km/h, so dass wir insofern heute keine Angst mehr vor den Franzosen haben müssen. Ein echtes Auto für Arbeiter und die deutsche Mittelschicht. Daher: Lieber eine neue Chance für Opel in Europa mit Frankreich als ein absehbares Ende unter GM (USA). Geben wir dem neuen Peugeot-Opel eine Chance.

Wir freuen uns auf den neuen Peupel …

Redakteur

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