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Hertha möchte umziehen – Neues Stadion in Brandenburg?

Die „Alte Dame“ aus Berlin scheint sich, spätestens seit dieser Saison, wieder in der Bundesliga etabliert zu haben. Zuletzt hat wohl zu keinem anderen Team der Begriff: „Fahrstuhlmannschaft“ , besser gepasst als zur Hertha: Abstieg (2010) – Aufstieg (2011) – Abstieg (2012) – Aufstieg (2013) – fast Abstieg (2015). Nach einer guten letzten Saison und auch guten Spielzeit in diesem Jahr sind diese Zeiten längst vergessen. Auch Finanziell steht man nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKS ausgezeichnet dar. So gut, dass sich die Vereinsbosse über nichts Geringeres, als über ein neues Stadion Gedanken machen.

Hertha prüft den Bau eines neuen Stadions. Im Frühjahr 2017 sollen dafür die Ergebnisse von Studien über den Standort bekannt gegeben werden. Der Standort Berlin wird es wohl nicht, da die Politiker strickt gegen einen Auszug aus der jetzigen Heimat, dem Olympiastadion, sind. Deswegen wird auch über die Grenzen hinweg gedacht. Vor allem in Brandenburg gibt es wohl politische Unterstützung. Nicht alle sind mit der Vorstellung, ihre Hertha in Brandenburg spielen zu sehen, zufrieden. In den sozialen Medien machen sich schon die ersten Gegenstimmen breit.

Wie kommen die Hauptstädter eigentlich darauf, aus der aktuellen Heimstädte auszuziehen? Vor allem die Vorstellung einer reinen Fußballarena hat es der Vereinsspitze angetan. Im Olympiastadion ist mit der Leichtathletikbahn, rund um den Fußballplatz, ein großer Abstand von Fans zu den Spielern. Außerdem soll es etwas kleiner sein (aktuell 74.475 Plätze), es soll nur noch knapp 55.000 Fans Platz haben. „Es ist die Zeit gekommen, über moderne Lösungen nachzudenken“, erklärte Manager Michael Preetz, bei der Veranstaltung „Hertha im Dialog.“

Selber könnte man das Projekt in jedem Fall nicht bezahlen, denn es wird mit Kosten von 250 Millionen Euro gerechnet. Als derzeitige Miete für das Olympiastadion, werden jede Saison knapp fünf Millionen Euro vom Konto abgezogen. Das Vorhaben muss von Stadt und/oder einem Investor bezahlt werden.

Nächstes Jahr feiert die Hertha ihr 125. Jubiläum. Seit der Einführung der Bundesliga wird im aktuellen Stadion gespielt. Für die Fans mit Sicherheit ein Schock, wenn das neue Stadion nicht mehr in Berlin steht.

Ganz so schnell wird es so oder so nicht gehen, das zeigt auch die Verlängerung des Vertrages bis zum Jahr 2025 im Olympiastadion. In den kommenden Monaten wird erstmal die generelle Machbarkeit vorgestellt. In dem Zug können wir uns dann, von konkreteren Plänen, überraschen lassen.

 

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