Mobbing im Alltag – Fack Ju Göhte greift ein wichtiges Thema auf

… ein Thema was jeden angeht

Mobbing … Mobbing hat jeder schon einmal in der einen oder anderen Form erlebt. Mobbing existiert an Schulen, im Beruf und manchmal auch im Privatleben. Schüler werden in der milden Form ausgegrenzt, gehänselt, geärgert und in schlimmeren Fällen Opfer von Gewalt. Heutzutage wird das Schülermobbing von Handyvideos begleitet, die danach über WhatsApp, Facebook oder andere soziale Netzwerke geteilt werden. Das Opfer wird zweimal gedemütigt, einmal während der Tat und einmal hinterher, wenn das Video im Internet landet. Die jugendlichen Täter denken nicht über die Folgen nach, sondern projizieren die eigenen Unwertgefühle in das Quälen ihrer Opfer. Interessanterweise wird fast jeder Täter auch einmal Opfer. Eigentlich müsste das doch den Schülern zu denken geben. Tut es aber nicht.

In der Erwachsenenwelt ist auch nicht besser. Gerade im Beruf ist Mobbing weit verbreitet. In Gremien werden vor den Sitzungen geheime Zirkel gebildet und diejenigen die nicht daran teilnehmen dürfen, werden in den folgenden Sitzungen „hinausstrategiert“. In der Politik werden Allianzen geschmiedet. Wer keinen Erfolg hat wird gnadenlos abgesägt. Rudolf Scharping (SPD) Franz Müntefering (SPD), Peer Steinbrück (SPD), Philipp Rösler (FDP), Norbert Röttgen (CDU), Günther Oettinger (CDU), Roland Koch (CDU), Friedrich Merz (CDU), und viele andere Politiker wurden einfach „kaltgestellt“, entlassen, weggelobt, etc. Es geht im Beruf darum nach vorne zu kommen egal mit welchen Mitteln. Das funktioniert z . B. durch gezieltes Mobbing. Das Spiel gewinnt derjenige, der es schafft die Mehrheit hinter sich zu bringen, sei es auch mit Lügen, Intrigen und Fehlinformationen. Nicht umsonst werden gerade im Wahlkampf viele private und pikante Informationen über den Gegner veröffentlicht. Die Deutschen zeigen hier gerne mit dem Finger auf andere Länder, beherrschen das schmutzige Spiel mit Fehlinformationen aber genauso gut. Traurigerweise lästern Frauen z. B. besonders gerne über arbeitende Mütter und Mütter wiederrum über kinderlose Frauen. Männer lästern über dicke oder hässliche Frauen und Frauen lästern über die Länge seines besten Stücks. Was bewegt uns, die Schwächen des anderen so hart zu bewerten. Was löst die Freude an der „Verletzung“ des anderen aus. Psychologen sagen: „Nie spiegelt man sich so wie in einem Urteil über andere“. Sind es die eigenen Unzulänglichkeiten, die uns zum Mobbing treiben? Oder ist es eine Gruppendynamik? Wie kann Mobbing verhindert werden?

Erster Schritt: Wir denken, dass der erste Schritt um Mobbing zu beenden ist, dass das Opfer sich selbst eingesteht: Ich werde gemobbt.
Zweiter Schritt: Je nach Mobbingsituation Hilfe holen. Freunde, Lehrer, Kollegen, Vorgesetzte, Vertrauensleute, etc. einschalten.
Dritter Schritt: Die Täter müssen angesprochen werden. Ihnen muss erklärt werden, dass es so nicht weitergeht. Die Situation muss durch verschiedene Maßnahmen entschärft und beendet werden.
In beruflichen Situationen wird es oft schwer sein, sich zu wehren, weil die „Täter“ natürlich niemals zugeben würden, dass es sich um Mobbing handelt. Die Schuld wird dann immer wieder auf das Opfer geschoben. Hiergegen gibt es kein Mittel außer im schlimmsten Fall selbst zu kündigen. In jedem Fall ist es gut gegen Mobbing aktiv zu kämpfen, selbst wenn es aussichtslos ist. Denn wer kämpft hat wenigstens Achtung vor sich selbst und wird eher langfristig mit den Folgen von Mobbing leben können. Wer nicht kämpft, wird irgendwann selbst krank werden.
Wir von der VOLKSPOST wünschen Ihnen allen ein Leben ohne Mobbing und ein wenig Achtung, ob es in Ihrem Umfeld Mobbing gibt. Vielleicht können Sie etwas dagegen tun und einem Opfer helfen und es seelisch wieder aufbauen. Das tut einem selbst gut und ist ein erster Schritt gegen Mobbing in unserer Gesellschaft.

Redakteur

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