schlaflos

Schlaflos nicht nur in Seattle!

Jeder 4. Bundesbürger leidet laut dem Robert-Koch- Institut (RKI) mittlerer Weile an der Volkskrankheit Insomnie (Schlafstörung). Aber was tun, wenn der Körper die Nacht zum Tag macht und der Alltag zur Qual wird?

Sie sind am Tag schläfrig, gereizt, mitunter ängstlich und zeigen häufig auch eine Wesensänderung. Sie nehmen diesen Missstand zwar wahr, aber selten kommen die Betroffenen dieser Symptome darauf was die Ursache sein könnte. Dabei ist sie eigentlich sehr naheliegend: eine Insomnie oder auch auf deutsch, eine Schlafstörung. Doch Vorsicht mit der Begrifflichkeit: der im Volksmund fälschlicherweise häufig benutzte Begriff Schlaflosigkeit kommt nur in weniger als 1/ 1 Mio. Menschen vor und endet letal bzw. tödlich. Richtiger ist die Verwendung des Begriffes Schlafstörung. Sie ist erst dann behandlungsbedürftig wenn sie länger als 4 Wochen anhält. Die Ursachen sind meist multifaktoriell. Es können Störungen des sogenannten zirkadianen Schlaf-Wach- Rhythmus vorliegen wenn beispielsweise Hormonelle Störungen vorliegen. Aber auch immer wiederkehrende Albträume, schlechte Schlafgewohnheiten und eine Depression können diesen Misstand auslösen. Vergessen darf man dabei nicht, dass auch die dauerhafte Einnahme von Medikamenten (z.B. Asthma-mittel oder Cholesterinsenker) zu dieser unerwünschten Nebenwirkung führen kann.

Die Schlafhygiene

Die Einhaltung von bestimmten Regeln kann bereits die Schlafstörung therapieren. Dazu gehört zum Beispiel
die Schaffung von idealen Schlafbedingungen (richtige Raumtemperatur und Matratze), Ausschaltung von störenden Geräuschen und Lichtquellen, Verzicht auf abendlichen Kaffee- und Tabakkonsum.
Nächtlicher Alkoholgenuss (Schlummertrunk) hat häufig eine paradoxe Wirkung und macht putzmunter- also Finger weg! Auch sogenannte Schlafrituale wie das abendliches Lesen im Bett helfen.
Als weitere Säule der Schlafhygiene ist die Aneignung von Entspannungstechniken anzusehen. zu guter Letzt: der abendliche Geschlechtsverkehr ist ein ebenso effektiver Schlafstimulator- dies ist wissenschaftlich erwiesen.

Das Schlaflabor
Wenn alles nichts hilft und der Zustand länger als 4 Wochen anhält sollte man zunächst zum Hausarzt gehen, der z.B. die eingenommenen Medikamente überprüft und weitere Ursachenforschung betreibt. Wenn auch dies keinen Nutzen gebracht hat erfolgt die Überweisung ins Schlaflabor. Dort wird dann der Patient komplett auf den Kopf gestellt. Es werden während des Schlafes beispielsweise die Gehirnströme(EEG), die Herzaktivität(EKG) und der Kohlensäurespiegel des Blutes fortlaufend gemessen und darauf basierend ein Therapiekonzept erstellt.

Neben diesen Maßnahmen profitieren auch ca. 4 von 5 Patienten von Selbsthilfegruppen. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) hat diese auf Ihrer Webseite unter http://www.dgsm.de aufgelistet.

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