Schwerer Badeunfall am Unterbacher See in Düsseldorf. 21-Jähriger ertrinkt

Düsseldorf – Am Sonntagnachmittag, den 05.08.2018, konnte um 17.00 nach einer zweistündigen Suche nur noch der tote Körper eines 21-jährigen jungen Mannes von den Tauchern der Neusser Wasserwacht am Südstrand des Unterbacher Sees in Düsseldorf geborgen werden.

Gegen 15.00 Uhr wurde der junge Mann vermisst. Sofort ruft die Seeaufsicht die Feuerwehr und Spezialtaucher der DLRG, der Wasserwacht Neuss und der Berufsfeuerwehr. Mit mehreren Booten und Tauchern suchen die Retter nach dem Vermissten. Die Aufgabe ist schwer. Die Sicht im See ist aufgrund der hohen Algendichte schlecht. Bis zu 12 Taucher sind gleichzeitig im Einsatz. Während der Rettungsmaßnahmen werden die Badegäste gebeten, zuerst das Wasser, dann das Strandbad zu verlassen. Der See wird auch für Boote gesperrt. Der Tretbootverleih wird geschlossen, damit sich die Retter ganz auf die vermisste Person konzentrieren können.

Über die Ursache des Todes des jungen Mannes kann bisher nur spekuliert werden. Problematisch ist sicherlich die hohe Algendichte, die das Schwimmen im See massiv behindert. Möglicherweise können einige Schwimmer hiervon in ihrer Sicherheit beeinträchtigt werden. Ob dieser Umstand mit dem Tod des jungen Mannes zu tun hat ist allerdings ungeklärt. Der Nordstrand des Unterbacher Sees ist bereits wegen Algen geschlossen; allerdings wegen Blaualgen und nicht wegen einer Sicherheitsgefährdung der Schwimmer.

Ein weiteres Problem am Südstrand sind das Auftreten von größeren Gruppen von Jugendlichen und Heranwachsenden, die unter anderem auf einer im Wasser verankerten Plastikinsel oft Kämpfe veranstalten, so dass die Plastikinsel für normale Gäste an Wochenenden nicht nutzbar ist und es immer wieder zu leichten Verletzungen kommt. Auch hier besteht ein Sicherheitsrisiko. Die Ursache des Todes des jungen Mannes ist jedoch noch ungeklärt.

Für die Seeaufsicht ist dies ein herber Schlag. Es ist jedoch bei der Menge der Besucher am Wochenende auch fast unmöglich, die Sicherheit aller Badegäste zu gewährleisten. Der Südstrand verfügt nur über einen Aussichtsturm zwischen FKK-Strand und Bekleidungsstrand. Vielleicht muss hier für die Zukunft über zwei oder drei Aufsichtstürme nachgedacht werden; zumindest am Wochenende.

Für die Angehörigen des jungen Mannes hat dieser Sonntag das ganze Leben schwer beeinträchtigt. Die Besucher des Sees haben bereits ihr tiefes Bedauern vor Ort zum Ausdruck gebracht. Zum Zeichen des Mitgefühls wurde bei dem gegenüberliegenden Seerestaurant am Abend auf Musik verzichtet.

Nun ist es Aufgabe der Polizei den Unfallhergang zu recherchieren.

Redakteur