SPD Parteitag: Groko oder Opposition – Kühnert gegen Schulz –

Kevin Kühnert – Der Juso SPD Vorsitzende sprengt Deutschland

… Kühnert gegen Schulz – Showdown am Sonntag

VOLKSPOST WOCHENENDAUSGABE 20./21.01.2018

Bonn – Am Sonntag schaut die ganze Welt auf Bonn. Ist Deutschland in der Lage eine Regierung zu bilden? Kühnert gegen Schulz. Neuwahlen gegen Groko. Die Sozialdemokraten wollen am Sonntag auf ihrem Parteitag in Bonn darüber entscheiden, ob die SPD in eine Große Koalition mit der CDU geht oder nicht. Diplomatisch ausgedrückt, ob man Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU aufnehmen will. Die Sondierungsgespräche mit der CDU/CSU waren erfolgreich. Meinen die Einen. Die Sondierungsgespräche waren nicht erfolgreich. Meinen die Anderen. Martin Schulz tourt wie ein Rockstar ohne Fans durch Deutschland um Werbung für die GroKo zu machen. Der Newcomer Kevin Kühnert hält dagegen. Wer ist Kevin Kühnert? Kevin Kühnert ist der Chef der Jungsozialisten (SPD) und kommt redegewandt, frisch und voller Ideale daher. Während der arme Martin entgegen seiner eigenen Überzeugung die GroKo bewerben soll. Schulz kommt daher wie ein gelangweilter Staubsaugerverkäufer, der sein eigenes Produkt nicht mag. Martin Schulz noch vor kurzem mit 100 % als Parteivorsitzender gewählt, war von null auf hundert gestartet um dann nach einem langweiligen Bundestagswahlkampf im September 2017 gegen Angela Merkel und die AfD zu verlieren. Er wurde gestürzt bevor er sich warm gelaufen hatte. Jetzt ist Kevin Kühnert der neue Mann. Alle hören ihm zu. Er wirkt wie der Messias auf die frustrierte SPD-Jünger-Schar. Die SPD steckt immer noch in ihrem Wahltrauma und hat die größte Sorge nach weiteren vier Jahren Regierung mit der CDU endgültig in der Versenkung zu verschwinden. Kühnert mahnte seine Partei daher, dass die älteren Sozis von der SPD noch etwas übrig lassen sollen, bis die Jung-Sozis an die Macht kommen. Der arme Martin muss sich fühlen wie der Käse mitten in einem doppelten Cheeseburger zwischen CDU und Jusos. Dabei ist Martin Schulz kein schlechter Mann. Er sieht nur irgendwie immer so aus als hätte ihn gerade jemand geschlagen. Nachdem Söder von der CSU ihn und die SPD als Gartenzwerge bezeichnet hat und Kühnert ihm aufzeigt, dass er gerade die Zukunft der SPD verspielt, sagte Martin Schulz letztens bezeichnend: „Ich bin für gar nichts“. Ein politischer Offenbahrungseid. Schade ist nur, dass Christian Lindner Jamaika versenkt hat. So dürfen wir vielleicht im März wieder wählen gehen. Einzige Frage bleibt: Was sollte sich dadurch ändern, wenn niemand außer der CDU/CSU regieren will?

Redakteur