Steuertipp: Hinterziehen Sie Steuern wie die Superreichen und Konzerne …

Satire – alles frei erfunden: IKEA, Nike & Co. vermindern den zu versteuernden Gewinn durch „gefakte“ Betriebsausgaben in Form von angeblichen Lizenzzahlungen an Unternehmen im Konzernverbund z. B. für Namensrechte. Diese verbundenen Unternehmen, die die fingierten Rechnungen ausstellen sitzen in Steueroasen wie Luxemburg, Niederlande, Bahamas, etc. Die deutschen Finanzbehörden erkennen diese „Betriebsausgaben“ an.

Steuertipp: Machen Sie es genauso: Übertragen Sie den Namen Ihres Unternehmens an eine ebenfalls Ihnen gehörende Firma in einem Niedrigsteuerland und überweisen Sie Ihren Gewinn als Betriebsausgaben in Form von Lizenzzahlungen an Ihr Auslandsunternehmen.

Jetzt bekommen Sie Post vom Finanzamt mit der Mitteilung, dass Ihre Betriebsausgaben nicht anerkannt werden wegen dem Umgehungsverbot nach § 42 Abgabenordnung (AO). In § 42 AO heißt es, durch Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten des Rechts kann das Steuergesetz nicht umgangen werden. Ein Missbrauch liegt vor, wenn eine unangemessene rechtliche Gestaltung gewählt wird, die beim Steuerpflichtigen zu einem gesetzlich nicht vorgesehenen Steuervorteil führt. Eine solche Umgehung liege bei Ihnen vor, weil die Lizenzzahlungen dem „Drittvergleich“ nicht standhalten. Sie würden ja die Lizenzgebühren auch nicht zahlen, wenn das Unternehmen im Ausland nicht Ihr Unternehmen, sondern ein für sie „fremdes Unternehmen“ wäre.

Sie werden antworten: „Aber Ikea macht das doch genauso.“. Das Finanzamt wird erwidern: „Sie sind aber nicht Ikea. Ikea darf gegen § 42 AO verstoßen, Sie nicht. Haben Sie es noch nicht verstanden: Wir akzeptieren Steuerhinterziehung nur von den Superreichen und Konzernen.“ „Ach so klar, wusste ich ja eigentlich auch,“ werden Sie kleinlaut antworten und die Steuern auf die aberkannten Lizenzzahlungen an das Finanzamt nachzahlen.

Also: Bescheißen können nur die Großen. Der Steuertipp ist daher leider für Normalbürger und mittelständische Unternehmer unbrauchbar. Verlangen Sie wenigstens von IKEA einen Preisnachlass in Höhe der hinterzogenen Steuer – also ca. 40 %.

Satire alles frei erfunden: Sowas gibt es doch gar nicht … oder?

Redakteur

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