Der Schrei nach Anerkennung verachtet das Leben.

2. Teil zum Volkspostartikel „G 20 Gipfel – Hamburg brennt“ vom 09.07.2017 ( http://volks-post.de/g-20-gipfel-hamburg-brennt-ein-schrei-nach-liebe/ )

Die spanische Polizei hat den vermutlichen Attentäter von Barcelona gestern erschossen. Der Täter ist ein 22-jähriger Marokkaner, aufgewachsen in Spanien. Hat er wirklich aus „islamischen Hass“ auf West-Europäer gehandelt. Wurde er von einem Imam „umgedreht“ oder sind nicht alle Gewalttäter, gleich ob von rechts oder links oder in Anspielung auf den Islam „Zivil-Versager“ mit dem Schrei endlich Anerkennung zu erfahren.

Bomben für Ehre. Steine für „Wichtigsein“. Rechte Gewalt für Dienstgrade. Gewalt für Anerkennung.

… Du bist wirklich saudumm, darum geht s Dir gut, Hass ist Deine Attitüde, ständig kocht Dein Blut, alles muss man Dir erklären, weil Du wirklich gar nichts weißt, … Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe… „Schrei nach Liebe“ ist ein Lied der Berliner Punkrock-Band „Die Ärzte“ von 1993, das sich gegen Neonazis richtet. Dieses Lied ist immer noch hochaktuell und gilt für rechte und linke Gewalt gleicher Maßen.
Letzten Monat berichtete die Volkspost über die Linke Gewalt in Hamburg im Rahmen des G 20 Gipfels. Heute geht es erneut um Terror in Europa, Barcelona, Spanien.

Die Politik macht leider immer wieder den Fehler und versucht, die Gewalttäter von „rechts“ und „links“ und „aus dem Islam“ politisch zu bekämpfen. „Rechts“ oder „Links“ spielt für die Problematik keine Rolle. Menschen, die nur um Gewalt auszuüben, auf die Straße gehen, sind nicht politisch. Sie wollen Anerkennung und ihr Unterlegenheitsgefühl kompensieren. Diese Menschen fühlen sich abgehängt und ausgegrenzt. Sie suchen eine Gruppe, in der sie Anerkennung erfahren. Um mehr geht es nicht. „Diese Terroristen“ bomben ihren Frust hinaus. Diese Menschen bomben für Liebe und Anerkennung. Der 22-jährige Marokkaner war kein Flüchtling. Er war Spanier und bestens integriert. Solange Politik allerdings viele Menschen vergisst, wird das Gewaltpotenzial weiter ansteigen. Gegen Gewalt für Anerkennung hilft auch keine Polizei, sondern nur ein besseres Sozial- und Schulsystem. Wir müssen alle Menschen sozial mitnehmen. Wieviel Niederlagen muss ein 22-jähriger-junger Mensch erfahren haben um alles zerstören zu wollen; um sich selbst zerstören zu wollen. Junge frustrierte Menschen tun alles für Anerkennung. Es spielt danach keine Rolle mehr, WER sie zur Gewalt verführen kann, ob „rechts“, „links“ oder „Islamisten“ oder „Amokläufer“ oder sie sich mit „Roofing“, „Illegalen Autorrennen“ oder „Eisenbahnsurfen selbst an den Rande des Todes bringen. Der Schrei nach Anerkennung verachtet das Leben.

Roofing

Die Politiker, die es schaffen, die Gesellschaft wieder zu vereinen, müssen die kommenden Wahlen gewinnen. Wenn ALLE Menschen INNERHALB unserer Gesellschaft Anerkennung finden, wird Terror und Gewalt aufhören. Wir dürfen in unserer Gesellschaft nicht als Reflex die Attentäter dadurch belohnen, dass wir sie genau als das Darstellen was sie gar nicht sind; als „Helden“. Wir machen die Täter durch unsere Berichterstattung zu dem was sie nicht sind: „Islamisten“ oder „Nazis“ oder „Linke“. Wir geben den Gewaltverführern genau das was sie wollen: Anerkennung für ihre Soldaten. Anerkennung für die „armen Idioten“ die sich haben zur Gewalt verleiten zu lassen. WIR müssen den Menschen VOR der Verführung zur Gewalt die nötige Anerkennung geben. WIR dürfen keine Menschen zurücklassen, die sich dann als Versager fühlen. WIR sind das Europäische Volk. Dazu gehörte auch der Marokkaner, nur hat ihm das vielleicht keiner gesagt. Das verzweifelte Gefühl ein Versager zu sein hat ihn getötet und viele unschuldige Menschen mit. Das Unglück wird aber von dem euphorischen Gefühl, den Attentäter erschossen zu haben, nicht kompensiert. Das selbstbefriedigende Töten des Angreifers wird für die Zukunft nichts verbessern. Es wird neue Opfer geben und wir werden den Angreifer wieder euphorisiert erschießen. Die Politiker reagieren reflexartig mit neuer Härte, die neue Verlierer schafft, die neues Unglück produzieren. Die Spirale der Gewalt löst das eigentliche Problem nicht, sondern verschlimmert es. Selbstverständlich müssen schwere Verbrechen hart bestraft werden; schon aus generalpräventivem Effekt. Das eigentliche Problem wird damit nicht gelöst.

WIR sind das Volk. WIR müssen alle Menschen mitnehmen, vor und nach der nächsten Bundestagswahl. Der stumme Schrei nach Liebe muss vorher bereits gehört werden.

Redakteur

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