Volkspost – Der Jahresrückblick 2018

… ein satirischer Jahresrückblick als Kommentar

Deutschland und die Welt 31.12.2018 – Welche Ereignisse prägen das Jahr 2018?

Da ist zunächst unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich auf Raten verabschiedet. Den Parteivorsitz hat sie Anfang Dezember an Annegret Kramp Karrenbauer (AKK) – nach einem kurzen Schaulaufen mit Jens Spahn und Friedrich Merz – abgegeben. Die CDU hat damit Ihre Chance zu einem Kurswechsel verpasst und setzt auf den alten Spruch „Weiter so“ und „Wir schaffen das“. Zweifelhaft ist, ob die CDU es bei der nächsten Bundestagswahl im Jahr 2021 auch schafft, oder ob sie auf Grünenniveau abstürzt. Es bleibt weiterhin die Frage, ob und wann sie auch ihre Kanzlerschaft freiwillig abgibt. Es kann vermutet werden, dass sie dies spätestens im Jahr 2020 tut, um AKK mit dem Kanzlerbonus in die Bundestagswahl zu schicken. Nach der allgemeinen Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik und dem verheerenden Streit mit Horst Seehofer hat Angela Merkel zum Schluss der CDU nur noch geschadet. Dennoch kann sie insgesamt auf eine lange und erfolgreiche Zeit als CDU-Vorsitzende und Kanzlerin zurückblicken. Sie hatte zwar nie eine eigene Meinung, hat aber Deutschland souverän verwaltet und einen Scheiterhaufen von Politikern (Friedrich Merz, Roland Koch, Wolfgang Schäuble, Norbert Röttgen, Günther Oettinger, etc.) hinterlassen. Friedrich Merz hat die politische Bühne schon wieder schmollend verlassen und betreibt weiter kreative Finanzgeschäfte. Jens Spahn arbeitet weiter am zweiten Anlauf 2040.
Der Dauer-Entertainer Donald Trump hat die Welt 2018 wieder in Atem gehalten. Bei jeder seiner Ideen fragt sich der Betrachter, ob Trump es ernst meint. Erst lässt er mexikanische Einwandererkleinkinder von ihren Eltern trennen, dann treibt er es mit dem nordkoreanischen Präsidenten Kim Jong-un auf die Spitze, danach erhebt er exorbitante Einfuhrzölle um diese dann in bilateralen Gesprächen kleinlaut zurückzunehmen. Klimaschutz steht an letzter Stelle. Aus „Amerika-First“ wird langsam aber sicher „Amerika-Last“ … aber die Frisur hält.
Ein trauriger Höhepunkt des Jahres 2018 war auch die Ermordung des saudischen Journalisten und Bloggers Khashoggi am 2. Oktober 2018 in der saudischen Botschaft in Istanbul, Türkei. Erst nach wochenlangem Druck gaben die Saudis zu, den Journalisten getötet zu haben; angeblich, weil dieser bei Abholung seiner Dokumente für seine anstehende Hochzeit einen Streit angefangen haben soll. Nach Einschätzung der CIA soll die saudische Führung die Tötung Kashoggis angeordnet haben und eigens ein Killerkomando in die Türkei geschickt haben. Mit dabei soll ein Arzt gewesen sein, der den Journalisten nach der Tötung mit einer Knochensäge fachgerecht zerlegt und entsorgt haben soll. Das sarkastische daran ist wahrscheinlich gar nicht die Tötung als Solches, sondern, dass die Saudis sich so anfänger- und tölpelhaft dabei haben erwischen lassen. Andere Staaten machen das wesentlich professioneller. Das macht die Sache nicht besser, sollte aber vielleicht davon ablenken, dass solche Tötungen nur von Saudi-Arabien vorgenommen werden. USA steht fest an der Seite von Saudi-Arabien. An dieser Stelle bleibt Trump auch kaum eine andere Wahl, wenn er nicht jeden Einfluss im Nahen Osten verlieren will. Die USA werden daher aus mehreren Gründen sauer sein, über die stümperhafte Tötung von Kashoggi. Der weltweite Aufschrei ist möglicherweise nicht nur den humanitären Gründen geschuldet. Der Mordfall dürfte dem gesamten Westen nicht in den Kram passen. In diesem Kontext steht die schwierige Frage, in welche Länder Deutschland unter welchen Umständen Waffen liefern darf. Wir sollten uns also in Deutschland nicht darüber aufregen, welcher Fußballprofi mit welchem Staatspräsidenten sich mit welchem T-Shirt fotografieren lässt, sondern welche Länder mit unseren Waffen Zivilisten und Kinder töten. Waffenlieferungen implizieren schwierige Fragen, die nicht immer laut genug gestellt werden.
Der Jahrhundertsommer 2018 hat mit seiner Dürre und Hitze der Welt eindrucksvoll vor Augen geführt, dass der Klimawandel kommt. Treibhausgase müssen zwingend weiter reduziert werden. Deshalb hält RWE auch an der Braunkohle fest und will den Hambacher Forst endgültig abholzen. Auf der anderen Seite steht die Vergiftung der Luft in den Städten (Dieselgate), doch die Autobauer weigern sich beharrlich, mechanische Reinigungsanlagen in die Dieselautos einzubauen, obwohl sie dies in den USA schon seit Jahren machen. Die Politik kriecht vor der deutschen Industrie auf Knien und nickt willenlos alles ab, was von RWE, VW, BMW und Mercedes vorgegeben wird. Die CSU ist die Vorreiterpartei, wenn es darum geht, Industrieinteressen zu vertreten. Die CDU folgt. Aus der SPD kommt für das Protokoll kurzer Widerspruch und dann wird ebenfalls zugestimmt.
Die deutschen Steuerbetrüger machen weiter wir zuvor und nichts passiert. Nach den Cum-Ex-Deals (Volkspost berichtete mehrmals detailliert ausführlich) kamen die Cum-Cum-Deals und inzwischen wird weiter mit kreativen Ideen der Deutsche Fiskus an der Nase herumgeführt. Angeblich besteht in solchen Fällen eine Gesetzeslücke. Die Strafverfolgungsbehörden und die Steuerfahndung konzentrieren sich leider auf den Mittelstand und die kleinen Unternehmen. Die großen systematischen Steuer-Betrugstaten kommen ausnahmslos nicht zur Anklage. Der Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages ist bereits 2017 im Sande verlaufen. Dabei dürfte es sich um die größte Vertuschungsgeschichte von CSU/CDU und SPD bezüglich einer Steuerhinterziehung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland handeln um ihre ehemaligen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Wolfgang Schäuble (CDU) zu schützen, die in der relevanten Zeit nicht ausreichend reagiert haben. In die gleiche Richtung gehen die Stichwörter: IKEA-Steuervermeidungssystem von Lizenzzahlungen, etc.). In all diesen Fällen liegen Umgehungstatbestände nach § 42 Abgabenordnung vor, die allerdings nicht verfolgt werden. Es gilt der alte Satz: „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.“ Lieber wird eine alte verarmte Rentnerin wegen illegalem Flaschensammeln verurteilt und in allen gerade genannten Fällen, in denen Milliarden Euro hinterzogen werden, gibt es keine einzige Anklage. Die Wahrscheinlichkeit in Köln ein Knöllchen zu bekommen als Fahrradfahrer, weil man in die falsche Richtung gefahren ist, ist höher, als eine Anklage in einem Fall von Milliarden Steuerhinterziehung.

Am 14. August 2018 ist das Autobahnviadukt Polcevera (Ponte Morandi) in Genua, Italien als Teil der A 10 auf einer Länge von rund 200 m 42 Meter tief eingestürzt. Dabei sind über 40 Menschen gestorben, viele wurden verletzt. Die genaue Ursache wird vielleicht nicht geklärt werden können. Klar ist, dass offensichtlich die Wartung der Brücke nicht richtig vorgenommen worden ist. Die Spannseile waren stark verrostet. Über die Gründe der mangelnden Wartung kann nur spekuliert werden.
Am 22. Dezember 2018 wird Indonesien erneut von einem Tsunami heimgesucht. Über 400 Menschen sterben. Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau – einer von 76 aktiven Vulkanen Indonesiens – hat den Tsunami ausgelöst. Es werden auch die Touristenstrände Pandeglang, Serang und Süd-Lampung betroffen. Der Vulkan verlor dabei 2/3 seiner Höhe; ca. 150 bis 180 Millionen Kubikmeter an Masse. Dabei ist ein ca. zwei Quadratkilometer großes Stück der Vulkaninsel ins Meer gestürzt. Dieser Hangrutsch hat wohl den Tsunami ausgelöst.
Zudem sind 2018 wieder viele Menschen gestorben, die uns viel bedeutet haben. Am 17. Dezember ist die rumänisch-kanadische Sängerin Anca Pop mit 34 Jahren bei einem Autounfall gestorben. Am gleichen Tag starb die Schauspielerin Penny Marshall (75 Jahre). Am 04. Dezember starb der bekannte Boxer Markus Beyer mit 47 Jahren viel zu früh nach kurzer schwerer Krankheit. Ebenfalls viel zu früh und völlig unerwartet starb Stefanie Tücking im Alter von 56 Jahren. Im Alter von 94 Jahren starb George H. W. Bush. Montserrat Caballe starb mit 85 Jahren und Burt Reynolds mit 82 Jahren. Am 02. Oktober verstarb die Box-Legende Graciano Rocchigiani im Alter von 54 Jahren. Der beliebte Moderator Dieter Thomas Heck ist ebenfalls in diesem Jahr verstorben; sowie Kofi Annan, Aretha Franklin, Jürgen Marcus und Star DJ Avicii mit nur 28 Jahren. Wir gedenken auch all der anderen Menschen, die 2018 von uns gegangen sind,

2018 war damit ein sehr gemischtes Jahr.

Da ist es doch gut, wenn das Jahr 2018 mit leichten Nachrichten aus der Promiszene zu Ende geht. Zwei Beispiele dafür sind die Trennung von Helene Fischer und Florian Silbereisen sowie die Verlobung von Tokio Hotel Star Tom Kaulitz mit unserer Top-Model-Mutti Heidi Klum. Helene ist mit ihrem ersten frisch verlobten Tänzer durchgebrannt und Florian ist wieder solo. Vielleicht kann er ja die Ex des Tänzers glücklich machen und dann steht dem Urlaub zu viert nichts mehr im Wege. Irgendwie schade, der Volksmusikfan hatte sich an das Traumpaar Helene & Florian schon gewöhnt.

In der rumänischen Zeitung Libertatea war vorgestern zu lesen, dass Boris Becker möglicherweise die Nummer 1 der Damenwelt WTA Simona Halep (Rumänien) coachen darf. Wenn da mal nicht Ion Tiriac wieder seine Finger im Spiel hat, der alte Manager von Boris Becker aus den 80`er Jahren, der aktuell reichste Geschäftsmann in Rumänien. So zieht der Botschafter von Afrika und Wahl-Londoner vielleicht bald nach Bukarest und wird dort wieder aufgebaut. Es wäre unserem Tennis-Idol zu wünschen.

Die Volkspost wünscht dem Deutschen Volk, Allen Menschen auf der Erde und Ihren Lesern einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr 2019.

„Macht keinen Unsinn und lasst Euch nicht für dumm verkaufen“… der Chefredakteur.

Redakteur