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Wofür wir töten

… Energie, Wasser und Lebensmittel
Global Strategies – Wir kämpfen für Geld. Jeden Tag. Morgens zur Arbeit. Der Arbeiter arbeitet in der Produktion. Der Dienstleister leistet Dienste. Wir backen Brötchen, fahren Taxi, löschen Feuer, waschen Wäsche, verkaufen Autos. Der Architekt plant ein Haus und ärgert sich mit den Bauherren herum. Der Anlagevermittler betrügt die Anleger. Der Versicherer versichert die Risiken. Manche Menschen töten für Geld. Aber eben nur einige wenige Menschen machen dies. Töten. Wir alle töten für Energie, Wasser und Lebensmittel. Wenn es um unsere blanke Existenz geht, töten wir. Dies ist unsere Natur. Wenn nur zwei Familien überleben können, entscheiden wir uns für unsere Familie. Wenn es nur noch einen Kanister Wasser gibt, werden wir darum kämpfen.

Global haben wir uns für Nord und Süd entschieden und für West und Ost. Die Armen wohnen weiter im Süden und weiter im Osten. Wirtschaftlich tut Deutschland alles dafür, dass dies so bleibt. Selbst in der EU werden die Länder im Süden und Osten arm gehalten. Wir benötigen keinen Krieg mehr. Wir unterstützen in allen Ländern der Welt die Rebellen und halten die Länder im Osten und im Süden in Armut. Nur wenn diese Länder arm sind und sich nicht selbst organisieren, können wir ihre Rohstoffe billig kaufen. Wir sind Exportweltmeister, daß heißt wir leben durch unseren Handelsüberschuss auf Kosten anderer Länder. Damit das nicht so drastisch aussieht, bauen wir in Afrika hin und wieder einen Brunnen und schicken Bilder mit Kindern um die Welt, die unser Wasser trinken. Die Griechen bekommen Finanzhilfen, damit sie unsere überhöhten Zinsen bezahlen können. Das Geld wandert dann in Frankfurt von einem Banktower hundert Meter weiter in den anderen Banktower. Die griechischen Menschen haben nichts davon.

Soweit ist alles in Ordnung. Wir leben auf Kosten der anderen. Die Rechten im Land beschweren sich über die wirtschaftsflüchtenden Menschen, die auch durch unsere Politik arm bleiben. Ölkonzerne kaufen Lizenzen für Erdölquellen und diktieren danach die Preise. Die Lizenzen sind Gegenstand von Korruption und Streitigkeiten in Milliardenhöhe. Banken erhalten Genehmigungen und dürfen unter dem Rettungsschirm der Steuergelder spekulieren. Internationale Konzerne müssen in Deutschland keine Steuern zahlen, weil der deutsche Fiskus bei internationalen Konzernen Aufwendungen für Lizenzgebühren anerkennt, die frei erfunden sind. Jeder andere Steuerpflichtige wird gnadenlos besteuert. Warum erlaubt der deutsche Staat diese Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe? Es darf spekuliert werden.

Bei den Cum-Ex-Deals in Milliardenhöhe gibt es bis heute keine einzige Anklage. Warum wohl? Weil zu viele Personen beteiligt waren? Es darf spekuliert werden.

geldhahn

Aber es ist alles in Ordnung.

Diese Betrügereien lassen sich die deutschen Bürger seit Jahrzehnten gefallen. Das ist unser System; aufgebaut auf dem Betrug des Volkes. Aber jetzt gehen wir in Deutschland und in den westlichen Ländern weiter.

Die Zeitung Bild am Sonntag fordert in der Ausgabe vom 29.01.2017 auf Seite 10

„Legen Sie Ihr Geld doch mal in Wasser an, dann fließt es auch auf Ihr Konto.“

Im weiteren Verlauf macht die Bildzeitung Werbung für Wasserfonds weist aber gleichzeitig zu Recht darauf hin:

„Laut UN haben immer noch 1,8 Milliarden Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. Und: Weltweit hängen drei Viertel aller Jobs am Wasser – in der Fischerei, Land- und Forstwirtschaft, Industrie und im produzierenden Gewerbe.“

… ist es dann der richtige Weg Wasservorräte weiter zu privatisieren und daraus ein Investitionsgut zu machen?

Konzerne kaufen Wasservorräte in den Dritte-Welt-Ländern. Wasser wird zum Handelsgut. Wer nicht bezahlen kann, verdurstet. Das ist uns egal. Ist ja nicht in Deutschland. Aber für Wasser werden sie töten. Keine Waffe der Welt wird einen Menschen davon abhalten für Wasser zu töten.

Doch was passiert, wenn Wasser auch in Deutschland immer teurer wird. Wenn Wasser zur Handelsware wird, bricht das System zusammen, weil sich niemand davon abhalten lassen wird, sich Wasser zu nehmen – gleich, ob er oder sie es bezahlen kann oder nicht. Unser System der wirtschaftlichen Ausbeutung von Arbeit und anderen Ländern wird am Wasser zerbrechen. Wenn Deutschland diesen letzten Schritt der Ausbeutung geht, wird es sich selbst abschaffen. Es ist ein Schritt zuviel. Wasser ist keine Handelsware. Der Zugang zu Trinkwasser ist ein Grundrecht für jeden Menschen auf der Erde. Das Wasser gehört dem Volk. Wasserquellen müssen immer Staatseigentum bleiben und sind unverkäuflich. Wenn die Privatisierung von Süsswasserquellen weiter geht, wird das System sich selbst aufheben.

Für Wasser werden wir töten.

Redakteur

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